Faltenunterspritzung mit Hyaluron

Die Unterspritzung von Falten oder Volumenkorrektur mit Hyaluron

 

(korrekte Bezeichnung Hyaluronan bzw. Hyaluronsäure)

wird in der ästhetischen Medizin schon lange durchgeführt.

 

Sie ist quasi eine Standardbehandlung in der ästhetischen Medizin

zur Glättung von Falten, zur Volumenauffüllung oder Regeneration.

 

Es gibt verschiedene Hyaluronpräparate für jeweils bestimmte Verwendungszwecke.

 

Je nachdem, welche Falten unterspritzt werden sollen und in welcher (Gesichts-) Region eine Faltenunterspritzung oder andere Hyaluronbehandlung erfolgen soll, verwendet man unterschiedliche Hyaluronsäurepräparate.

 

Inzwischen bieten die Hersteller, teils große Pharmaunternehmen, teils kleinere Firmen verschiedene Paletten an Hyaluronpräparaten an mit unterschiedlichem Vernetzungsgrad, Viskosität und Fließverhalten für die unterschiedlichen Faltenarten und Faltentiefen, Lippenformung und Lippenvergößerung, Volumenaufbau oder generelle Regeneration.der Haut.

 

Das für den gewünschten Zweck bzw. Effekt geeignete Hyaluronpräparat wird mit passenden Injektionstechniken (spitze oder stumpfe Nadel) in bzw. unter die Falten injiziert bzw. in Bereiche, an denen fehlendes Volumen aufgefüllt werden soll.

 

Die Injektionen erfolgen meist mit sehr dünnen Nadeln, um die Behandlung so komfortabel wie möglich durchzuführen.

Faltenunterspritzungen werden dabei oft mit einer spitzen Kanüle von ca, 12-13 mm getätigt,

 

Volumenauffüllungen oder Behandlungen in kritischen oder risikohohen Gebieten erfolgen meist mit stumpfen und je nach zu behandelnder Region auch längeren Kanülen.

 

Beide Injektionsverfahren haben ihre Vorteile und Nachteile.

 

Quasi mit Soforteffekt werden durch die Injektionen Falten geglättet und fehlendes Volumen aufgefüllt.

 

Der optimale Effekt der Behandlung tritt jedoch meist erst nach 2-4 Wochen ein!

Das Hyaluron muss sich setzen und glätten, ggf. unterschiedlich stark Wasser ziehen.

Etwas Geduld ist also gefordert, "in 10 min komplett schön" klappt nicht.

 

Oft ist es medizinisch sinnvoll und angezeigt, zwei oder mehr Sitzungen Behandlungen mit weniger Hyaluron pro Sitzung als eine Sitzungen mit viel Unterspritzungsmenge bzw. Füllung durchzuführen.

Zu viel auf einmal kann Uberkorrrekturen provozieren und siehr dann schlichtweg nicht gut aus.

im ungünstigsten Fall kann zu viel Hyaluron auf einmal das Gewebe schädigen durch zu viel Druck.

 

Bei manchen Techniken / Präparaten dauert mitunter es eine längere Zeit, bis der Effekt vollständig zu sehen ist.

Das gilt besonders für Remodelling BAP, allgemeine anti-aging-Behandlungen oder großflächigere Behandlungen, bei denen sich die Hyaluronsäure erst in der zu behandelnden Region verteilen muss.

 

Beispiele für Unterspritzungen mit Hyaluron:

 

Beispiele für die Unterspritzung mit Hyaluron sind die Glättung von Falten um

  • Mund, Kinn und Nase,
  • Augenpartie
  • Dékolletée
  • Hände oder
  • Oberarmen.

 

  • Stirnfalten

können auch mit Hyaluronsäure behandelt werden, gut in Kombination mit PDO-Fäden oder auch Botulinumtoxin A (nur Ärzte) bzw. Argirelin (Soft-Botox) bei mehr muskulär bedingten Falten.

 

Als weitere Möglichkeit

 

  • Lippen-Kontur und Lippenform gestalten
  • Lippenvolumen vergrößern
  • Wangenvolumen auffüllen

 

 

Wichtig ist die richtige Wahl des geeigneten Hyaluronsäure-Präparates und Injektionstechnik.

 

Die diversen Hersteller bieten unterschiedliche Varianten an Hyaluronsäurepräparaten an, unvernetzt, mehr oder weniger stark quervernetzt, mit oder ohne Lidocain.

 

Schmerzen bei der Behandlung?

 

Die Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure ist durch lokale Anästhesie mit Lidocain/Prilocain-Creme vergleichsweise schmerzarm.

 

Durch die Volumeneinbringung und die entsprechende große Gewebeverdrängung reagieren sensible Körperregionen mitunter schmerzempfindlich.

 

Bei korrekter hygienischer Anwendung und Verwendung hochwertiger Hyaluronpräparaten ist die Behandlung in aller Regel risikoarm sowie ohne nennenswerte Nebenwirkungen durchzuführen.

 

 

Mögliche Nebenwirkungen und Verhaltensregeln bzw. Vorsichtsmaßnahmen:

 

 

Mögliche Nebenwirkungen

 

Es können wie bei jeder Injektion mitunter leichte Blutungen oder Hämatome oder leichte Schwellungen an der Injektionsstelle auftreten, die in aller Regel jedoch schnell abklingen.Wie be jeder Injektion ist ein generelles Infektionsrisiko vorhanden, trotz sorgfältiger Desinfektion.

 

Bei der Unterspritzung können im Bereich der Nadelführung ebenfalls Kappilaren oder Blutgefäße getroffen werden,

sodass es zu Hämatomen kommen kann.

 

Die eingespritzte Hyaluronsäure verdrängt vorhandenes Gewebe.

Dadurch können Kappilaren und Blutgefäße oder Lymphgefäße komprimiert werden, wodurch es zu vorübergehenden Abflußproblemen und Schwellungen kommen kann.

 

Hyaluron bindet Wasser, was ja bei einer ästhetischen Behandlung erwünscht ist, wodurch es aber auch zu Wasserverschiebungen und Schwellungen im Gewebe kommen kann bzw. zu Gewebeverschiebungen.

Je mehr Hyaluron unterspritzt wird, umso deutlicher kann dieser Effekt auftreten.

 

Es können untersprizungsbedingt vorübergehend Knubbel, Knötchen oder Wulste durch Unterspritzung mit Hyaluron auftreten.

Teilweise sind sie als leichte Verdickungen tastbar, normalerweise nicht sichtbar.

Ebenfalls tastbare "linsenförmige" Hyalurondepots können als Technik beabsichtigt sein für ein später garmonisches Behandlungsergebnis. Oft ist das besser als manche Linientechnik mit "wurstförmiger" Unterspritzung.

 

Sie sollten nach wenigen Stunden bis Tagen nicht mehr sichtbar, sondern nur noch tastbar sein.

Normalerweise verschwinden diese Verdickungen und sollten nach 10-14 Tagen in ein harmonisches Unterspritzungsbild übergegangen sein.

Sollten Knoten und Stränge länger sichtbar und fühlbar sein, ist das Hyaluron wahrscheinlich zu oberflächlich unterspritzt worden.

 

Sehr lange vorhandene Knoten oder Wülste, Stränge gelten als Nebenwirkung.

Dann ist das injizierte Material entweder in der falschen Hautschicht, meist zu flach, eingebracht worden oder das Material ist  vom Körper als Fremdkörper erkannt und verkapselt worden (Granulombildung).

Das passiert mitunter oder auch bei zu häufiger Unterspritzung.

Dann kann durch enzymatische Behandlung und/oder chirurgischer Öffnung der Verkapselung i.d.R. das Granulom entfernt werden.

 

 

Was ist vor / nach einer Behandlung zu beachten?

 

Einige wichtige Punkte sind vor einer Behandlung abzuklären, wie Allergien und Unverträglichkeiten, z.B. gegen lokale Betäubungsmittel oder Desinfektionsmittel, Einnahem von blutverdünnenden Medikamenten, akute oder chronische Erkrankungen, sonstige Risikofaktoren, bei Frauen bestehende Schwangerschaft.

 

Eine starke Neigung zu Narbenbildung sollte nicht vorhanden sein und auch keine akuten Krankheiten oder eine Schwangerschaft, dann sollte bzw. darf Hayluron nicht gespritzt werden.

 

Starke Sonne, Sauna oder Schwitzen kann das Infektionsrisiko erhöhen oder die Haut reizen.

Also besser nach der Behandlung diesbezüglich etwas aufpassen.

 

Bitte nicht an den Behandlungsstellen drücken oder massieren.

Das kann Schäden verursachen und das Ergebnis stark negativ beeinflussen.

 

Auch wenn man zumeist gleich nach der Behandlung wieder am täglichen Leben teilnehmen kann, ist es sinnvoll,

seinem Körper etwas Ruhe zu gönnen!

Ein Eingriff, und sei er subjektiv noch so klein und gut verträglich, bedeutet Anstrengung und Arbeit für den Körper.

 

 

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