Hyaluron-Behandlungen

Behandlungen mit Hyaluron

(korrekter Hyaluronsäure bzw. neu Hyaluronan)

werden schon lange in der ästhetischen Medizin angewendet.

 

Neben den klassischen Faltenunterspritzungen gibt es inzwischen auch andere

Hyaluron-Behandlungen,wie z.B.bioregenerative Behandlungen bzw. Bioremodelling

mit speziellen Hyaluronpräparaten.

 

Was ist Hyaluron(säure)?

 

Hyaluron(säure) ist eine Substanz, die vom menschlichen Körper selbst gebildet wird.

 

Hyaluron ist eine Art Zuckermolekül und hat die Eigenschaft, viel Wasser binden zu können.

 

So kann Hyaluron bewirken, dass die Haut genügend Feuchtigkeit enthält und ausreichend Spannkraft vorhanden ist.

Eine solche Haut wird in der Regel keine oder weniger Falten ausbilden.

 

Es gibt für ästhetische Behandlungen inzwischen diverse Hyaluronpräparate,

die für unterschiedliche Zwecke und Verwendung ausgerichtet sind.

 

Es gibt unvernetzte oder mehr oder weniger stark quervernetzte Hyaluronsäuren sowie Präparate mit oder ohne Zusatz von Anästhetika (z.B. Lidocain) zur lokalen Betäubung.

 

In der ästhetischen Medizin werden für die zu jeweils behandelnde Region geeigneten Hyaluronpräparate ausgesucht und das Hyaluron mit speziellen Injektions-Techniken unterspritzt oder eingespritzt.

 

Falten werden dabei geglättet oder fehlendes Volumen aufgefüllt.

Ein gewisser Soforteffekt ist direkt nach einer Behandlung sichtbar.

Der optimale bzw. endgültige Effekt zeigt sich aber erst, wenn sich das Hyaluron gesetzt und Wasser gebunden hat.

Das kann durchaus 2-4 Wochen dauern.

 

Bei Bioremodeling oder vergelcihbaren Behandlungen muss sich die Hyaluronsäure erst in der Haut verteilen.

Hierdruch dauert es bei diesen Verfahren eine gewisse Zeit, bis der maximale Effekt erreicht wird, oft mindestens 4-6 Wochen.

 

Was kann mit Hyaluron behandelt werden?

 

Beispiele sind in der ästhetischen Medizin z.B. die Glättung von Falten um Mund und Nase..

 

Als weitere Anwendung werden z.B. Lippen konturiert oder Lippenvolumen aufgefüllt.

Auch fehlendes Wangenvolumen kann mit Hyaluron aufgefüllt werden.

 

Neben der lokalen Faltenbehandlung oder der Volumenauffüllung gibt es auch moderne Konzepte mit speziellen Hyaluronpräparaten, die allgemein die Haut regenerieren und so auch in einem gesamten anti-aging-Konzept Falten glätten.

 

Neben den ästhetischen Behandlungen gibt es spezielle Hyaluronpräparate für orthopädische Behandlungen, z.B. bei Gelenkbeschwerden im Knie..

 

 

Welche Nebenwirkungen haben Hyaluronbehandlungen?

 

Ästhetischen Behandlungen mit Hyaluronpräparaten sind bei fachkundiger Durchführung i.d.R. risikoarm.

Sauberes steriles Arbeiten und korrekte Injektion ist natürlich Voraussetzung.

 

Es können die üblichen Nebenwirkungen wie bei jeder Injektion oder Blutentnahme auftreten wie Rötungen, Reizungen, Blutungen, Blutergüsse sowie Infektionen.

 

An den behandelten Regionen kann es zu (leichten) vorübergehenden Schwellungen kommen.

Diese Schwellungen sind aber normalerweise nach kurzer Zeit verschwunden (meist wenige Stunden).

An empfindlichen bzw. sehr gut durchbluteten Regionen kann es auch zu mehr oder weniger großen Blutergüssen kommen.

 

Allergische Reaktionen und Unverträglichkeitsreaktionen können wie bei jeder Einbringung von Fremdmaterial in den Körper auftreten. Bei den modernen hochreinen Fillern geschieht das selten, meist ist das Betäubungsmittel dann der Auslöser.

 

Mitunter bilden sich vorübergehend Knötchen kurz nach der Injektion.

Diese bilden sich normalerweise durch die gewünschte Verteilung des Hyalurons innerhalb kurzer Zeit zurück.

Dauerhafte Knötchenbildung sollte nicht auftreten und ist dann eher als Unverträglichkeitsreaktion zu werten.

Ggf. muss dann versucht werden,  mit Hyaluronidase das Hyaluron wieder aufzulösen.

 

Reine Hyaluronsäure ist hier als quasi körpereigene Substanz wohl eher weniger kritisch.

Je nach Vernetzungsgrad und verwendeten Vernetzerstoffen oder ggf. sonstigen Inhaltsstoffen der Präparate sind Unverträglichlkeiten nicht auszuschließen.

Daher sollte man nur geprüfte und entsprechendc gekennzeichnete Ware namhafter und vertrauenswürdiger Hersteller verwenden. Von Billigangeboten oder fragwürdigen Anbietern, z.B. über das Internet angeboten, ist dringend abzuraten.

 

Manche Bereiche des Gesichts sollten durch die anatomischen Gegebenheiten nicht oder nur entsprechend vorsichtig behandelt werden, z.B. mit einer stumpfen Nadel, damit keine größeren Blutgefäße getroffen werden oder wichtige Nervenbahnen verletzt werden. Hyaluron sollte nicht in größere Blutgefäße injiziert werden, da diese verstopft werden könnten. Es ist also schon eine ausreichende Kenntnis der Anatomie notwendig sowie die Anwendung einer korrekten Unterspritzungstechnik.

 

Durch lokale Beäubung mit anästhesierender Creme ist die Behandlung in aller Regel recht schmerzfrei.

Bei der Lippenbehandlung kann es ggf. mehr Schmerzen geben, da in der Lippe bekannterweise sehr viele Nerven vorhanden sind und u.U. nicht immer alle Bereiche vollständig durch Anästhesiecremes betäubt werden können.

Hier ist es oft hilfreich, Hyaluronpräparate mit Lidocain zu verwenden.

 

Hyaluron kann durch ein Enzym, Hyaluronidase, abgebaut werden.

Im Körper geschieht das regulär im Rahmen des üblichen Stoffwechsels.

Bei ästhetischen Behandlungen kann Hyaluronidase eingesetzt werden, falls es doch unerwünschte Effekte geben sollte wie eine Überkorrektur oder eine fehlerhafte Injektion größerer Mengen Hyaluron in ein kritisches Blutgefäß.

Bei permanenten Fillern oder Implantaten ist solch eine Korrektur von Behandlungsfehlern zumeist nicht oder nur operativ möglich.

 

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