Hyaluronidase - Notfallmedikament / Korrekturmittel

 

Notfallsituation durch Hyaluronunterspritzung! Was tun?

 

Auch wenn man hofft, dass es einem Behandler nie passieren möge,

sollte man Notfallmedikamente bei einer entsprechenden Behandlung immer parat haben!

 

Für Hyaluronbehandlungen gilt,

dass man besonders bei Unterspritzungen mit Hyaluron-Dermalfillern,

bei denen der Filler insbesonders bei unsachgemäßer Applikation einen Gefäßverschluß oder eine Gewebsnekrose auslösen könnte, eine sofortige bzw. zeitnahe Gegenbehandlung mit Hyaluronidase erfolgen muss.

 

Leider kann auch bei einem sehr geübten und fachlich kompetenten Behandler bei unerwarteten Gefäßverläufen selbst bei korrekter Behandlung eine solche Nebenwirkung auftreten.

 

Häufiger ist das Problem, dass durch unsachgemäße Injektion eines unkundigen Behandlers oder leider auch  - wie aktuell 2019 durch die Presse bekannt - durch unbefugte und nicht zu einer solchen Behandlung berechtigten Personen wie Kosmetiker/innen oder Arzthelfer/innen oder gar Privatpersonen im Selbstversuch zu viel Hyaluron injiziert wurde bzw. an die falsche Stelle oder in die falsche Gewebsschicht.

 

Es kann auch passieren, dass das Hyaluron nicht an der Stelle verbleibt, an die es injiziert wurde und absackt oder wandert.

Mitunter war es dann nicht der geeignete Dermalfiller, es kann aber durch auch die individuelle Anatomie oder Vorbehandlungen bedingt sein.

 

Die so verursachten optischen oder sonstigen Nebenwirkungen lassen sich in vielen bis meisten Fällen durch die rechtzeitige Gabe von Hyaluronidase und die dadurch bedingte Auflösung des gespritzten Hyalurons korrigieren.

 

Mitunter lassen sich auch länger bestehende Schäden wie Granulome oder Hyaluronverkapselungen noch mittels Hyaluronidase auflösen. Falls nicht, muss ein Granulom chirurgisch entfernt werden.

 

Natürlich ist dann bei Filler-Unterspritzungen durch die Behebung der Nebenwirkung auch der ursprünglich gewünschte Unterspritzungs-Efekt verloren.

Nach ca. 2 Monaten kann man dann erneut eine Hyaluron-Unterspritzung vornehmen.

 

 

Hyaluronidase auch als Verteilungsmittel für Lokalanästhetika in der Anästhesie verwendet.

Diese Verteilungseigenschaft, das Srömen durch Gewebe, macht man sich hier zur Notfallbehandlung zunutze.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Praxis für Heilpraktik Dr. Martin Hoßfeld Geilenkirchener Str. 65 52134 Herzogenrath 02406-9898704 / 0151-19480474 / mail@praxis-martin-hossfeld.de