Injektions-Lipolyse ("Fett-weg-Spritze")

PPC/DOC - Mesotherapie - Peptide

Eine Methode zum Abbau kleinerer Fettdepots ist die Injektions-Lipolyse

 

mit den beiden körpereigenen Substanzen Phosphatidylcholin (PPC) aus der Zellmembran

und / oder Desoxycholsäure (DOC).(Gallensäure)

 

mit Mesotherapie ohne PPC DOC

 

mit biomimetischen Peptiden (Prostrolane inner B/SE)

 

diese Behandlungen sind mitunter besser bekannt als "Fett-weg-Spritze"

 

Wie im Titel schon genannt, gibt es aktuell rund 4-5 Verfahren zur Injektionslipolyse (2020)

 

  • Lipolyse mit PPC/DOC + Vitaminlösung, "klassische" "Fett-weg-Spritze" nach Lipolyse-Gesellschaft
  • Lipolyse mit PPC/DOC + mesotherapeutische Kombinationen, "intensivierte" klassische Methode
  • Lipolyse mit DOC (Aqualyx (R)), reine Gallensäure als Wirkstoff
  • Lipolyse mit mesotherapeutischen lipolytischen Lösungen ohne PPC/DOC (mehrere Kombinationen)
  • Lipolyse mit bioaktiven Peptiden (Prostrolane inner-B/ inner B/SE (Augenregion) (R))

 

 

"klassische" Lipolyse mit PPC DOC bzw nur DOC

 

PPC sowie DOC  kommen regulär und natürlich auch im menschlichen Körper vor.

 

PPC ist ein normaler notwendiger Zellmembranbaustein jeder Körperzelle.

DOC ist eine Gallensäure und Stoffwechselprodukt der Leber.

 

PPC wird pharmazeutisch für die Injektionslipolyse aus Soja gewonnen,

Desoxycholsäure wird pharmazeutisch hergestellt.

 

Zur Lipolyse wird eine Kombination dieser beiden Substanzen in die Fettdepots oder Lipome gespritzt.

 

Die Vorgehensweise hat die Ärzte-Lipolysegesellschaft vor rund 15 Jahren beschrieben.

Es gibt also recht lange schon erfolgreich Erfahrung mit dieser Methode.

 

Je nach Region möglicher Injektionsmenge bzw. gewünschtem Effekt wird entweder unverdünnt oder kombiniert mit geeigneten Vitaminpräparaten injiziert,

 

Die Kombination der Wirkstoffe bewirkt die Auflösung der Fettzellen.

 

Die zerstörten Fettzellen werden vom Körper wie üblich beim biologischen Fettabbau (Verdauung und Stoffwechsel) abgebaut zu CO2 (Kohlendioxid, also wie die Luft, die wir auch täglich ausatmen) und Wasser, das sowieso in umserem Körper enthalten ist.

 

Somit ist rein biologisch betrachtet die Injektionslipolyse quasi ein körpereigener natürlicher Vorgang,

der lediglich von außen durch die Injektion gestartet wird.

 

Die Wirkung der Behandlung braucht einige Zeit.

 

Es kann bis zu 8 Wochen dauern, bis das Fett und Zellrückstände vollständig vom Körper abgebaut sind.

Entsprechend lange kann es dauern, bis der Effekt der Behandlung volständig sichtbar ist.

 

Je nach Größe der Fettdepots und individuellem Ansprechen sind ggf. mehrere Behandlungen, meist 2-4, notwendig,

um den gewünschten Effekt zu erzielen.

 

 

Mögliche Nebenwirkungen:

 

Die Injektions-Lipolyse selbst  ist i.d.R. recht schmerzarm durchzuführen.

Es können aber danach durch Schwellungen und Abbauvorgänge Schmerzen auftreten.

 

Als Nebenwirkungen sind je nach behandeltem Gebiet moderate bis starke Schwellungen zu nennen,

auf jeden Fall bei Lipomen und im Kinnbereich.

Die Schwellungen gehen meist nach wenigen Tagen zurück, können aber auch bis zu 2 Wochen anhalten.

.

Manche Patienten spüren deutlich Juckreiz oder ein Brennen direkt nach der Injektion durch die Gallensäure.

Meist ist dieses Gefühl nach einer bis wenigen Stunden verschwunden.

 

Mitunter gibt es deutlich ausgeprägte Hämatome (blaue Flecken).

 

Je nach behandelter Region und individueller Reaktion können Ödeme entstehen als Produkt der Fettspaltung in CO2 und Wasser. Bromelain-Tabletten und ggf. Arnika können hier zumeist Abhilfe oder Linderung schaffen.

 

Sonst gelten wie immer bei Injetioenn die hierbei allgemein möglichen Nebenwirkungen.

Allergien sind hier sehr selten, aber wie generell bei Injektion von Substanzen immer möglich, wenn man auf eine entsprechende Substanz empfindlich reagiert..

 

Es gibt jedoch eine sehr seltene aber gravierende Nebenwirkung:

 

Es  können Gewebsnekrosen auftreten, meist bedingt durch zu starken Druck auf die behandelte Region oder durch Injektion von PPC/DOC zu flach in die Haut.

Gewebsnekrosen können allerdings prinzipiell bei jeder Injektion auftreten, nicht nur bei Lipolyse, z.B. bei Cortisonspritzen.

 

Was vor bzw. nach dieser Behandlung zu beachten?

 

Es sind bestimmte Dnge zu beachten vor und besonders nach der Behandlung, z.B. kein Sport und keine druckausübende Kleidung oder Tätigkeiten (langeres Sitzen auf der behandelten Region bwi z.B. langen Autofahrten), um durch Druck bedingte Nebenwirlungen und Schäden zu vermeiden. Diese möglichen Gewebsnekrosen sind selten, aber eine ernste Nebenwirkung.

Im Aufklärungsgespräch werden alle Punkte auch diesbezüglich besprochen.

 

Diese Art der Liplyse ist normalerweise "nur" für kleinere Fettansammlungen geeignet.

 

Größere Fettdepots müssen meist per Fettabsaugung oder eine Operation behandelt werden.

Ca. 200-300g sind die Grenze für eine Behandlung.

Größere Fettdepots sollten i.d.R. zuerst durch eine Fettabsaugung behandlet werden,

falls diätetische Maßnahmen und Sport nicht ausreichen.

Es hat jedoch auch erfolgreiche Behandlungen von größeren Mengen Fettgewebe gegeben, wenn eine Fettabsaugung absolut nicht gewünscht war. Solche Behandlungen dauern aber durchaus viele Monate bzw. 2-3 Jahre.

 

Diese Lipolyse ist nicht als Abnehmprogramm z.B. bei Übergewicht geeignet.

 

Falls Sie unter Adipositas (Fettleibigkeit) leiden, besprechen wir auf jeden Fall auch medizinisch generelle Maßnahmen,

wie Bewegung und Ernährung, um zukünftige unerwünschte Fettdepots gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

 

Klassische PPC/DOC-Lipolyse plus mesotherapeutische Lösungen

 

Alternativ können zusätzlich oder statt einer Vitaminlösung mesotherapeutisch lipolytische oder den Fettstoffwechsel anregende Substanzen verwendet werden wie Coffein, Carnitin, Artischocke, Gingko, Fucus.

 

Diese Substanzen sollen den Fettabbau durch Anregung des Fettstoffwechsels intensivieren.

 

Die Behandlung erfolgt wie oben beschrieben, die Angaben zu Nebenwirkungen gelten ebenso.

 

 

DOC Aqualyx (R) Lipolyse

 

Es gibt auch seit ein paar Jahren ein CE registriertes zugelassenes Präparat zur Lipolye. Aqualyx.

 

Aqualyx enthält DOC Gallensäure als Wirkstoff, es ist keine PPC/DOC-Kombination.

 

Da Gallensäure alleine recht aggressiv ist, sehe ich persönlich dieses Präparat etwas kritisch,

auch wenn die Anwendung als recht erfolgreich beschrieben wird.

 

Aqualyx muss technisch sehr sauber tangential ins Fettgewebe gespritzt werden, damit es keine Gewebeschädigungen gibt.

 

Die Nebenwirkungen entsprechen etwa den NW von PPC/DOC-Lipolyse,

wobei ich persönlich das Risiko für Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Gewebsnekrosen

bei reiner Gallensäure als höher einschätze als bei den PPC/DOC-Verfahren.

 

 

Mesotherapeutische Lipolyse ohne PPC DOC

 

Bei der rein mesotherapeutischen Lipolyse wird kein PPC DOC verwendet,

sondern verschiedene den Fettstoffwechsel anregende Substanzen, wie Coffein, Carnitin, Artischocke, Ginkgo, Fucus.

 

Auch diese Methode funktioniert laut Literatur und wie ich aus eigener Erfahrung bzw. der von Kollegen/innen sagen kann.

 

Da kein PPC/DOC verwendet wird, kann man deutlich risikoloser injizieren.

Die oben beschriebenen stärkeren oder starken Schwellungen, Juckreiz und größere Hämatome / blaue Flecken sind nicht als typische bei dieser Methode Nebenwirkung vorhanden.

Das Risiko einer Gewebsnekrose durch PPC DOC ist ebenfalls nicht gegeben.

Da Coffein und Gingkgo auch die Durchblutung erhöhen können, kann es allerdings auch hier bei empfindlichen Personen mitunter zu blauen Flecken kommen.

 

Als Nebenwirkung sind hier mögliche Allergien zu nennen, falls man eine der Substanzen nicht verträgt.

Es gelten natürlich auch hier die üblichen allgemeinen Risiken und Nebenwirkungen für Injektionen.

 

Auch hier sind in der Regel mehrere Behandlungen notwendig. Die Methode ist nicht so aggressiv, dafür muss mann ggf. öfter behandeln. Man kann hier zeitlich eher weiterbehandeln als bei PPC/DOC (6-8 Wochen Abstand).

 

 

Lipolyse mit bioaktiven Peptiden

 

Diese Methode gibt es noch nicht so lange und wurde von Caregen in Korea entwickelt, einem Unternehemn, dass führend in der Hautstammzellforschung und der Entwicklung biomimetischer Peptide ist.

 

Durch bioaktive Peptide wird der Fettstoffwechsel angeregt und Fett vom Körper abgebaut.

 

Peptidlipolyse ist die neueste und "modernste" Methode und laut den Angaben die Lipolyse-Behandlung mit den geringsten zu erwartenden Nebenwirkungen. Starke Schwellungen und Hämatome sollen nicht vorkomme. Die Methode wurde auch deswegen für  Doppelkinn- und Gesichtsbehandlungen entwickelt, da man diese Nebenwirkungen im Gesicht und Halsbereich schlecht kaschieren kann.

 

Es werden keine aggressiven Substanzen wie PPC oder DOC verwendet.

Die entsprechenden Nebenwirkungen wie oben beschrieben sind also nicht vorhanden.

 

Die Behandlung wird 2x im ca. 2 Wochen-Abstand durchgeführt (Gesicht / Doppelkinn).

 

An Bauch oder Taille können es auch hier 3-4 Behandlungen werden.

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Praxis für Heilpraktik Dr. Martin Hoßfeld Geilenkirchener Str. 65 52134 Herzogenrath 02406-9898704 / 0151-19480474 / mail@praxis-martin-hossfeld.de